Sativa, Indica & Hybride

Was die Begriffe ursprünglich bedeuten – und warum sie die Wirkung kaum vorhersagen.

Gefingerte Cannabisblätter in sattem Grün
Typisch gefingerte Cannabisblätter. Foto: Lode Van de Velde · CC0 · Wikimedia Commons

„Sativa macht wach, Indica macht müde“ – diesen Satz hört man ständig. Botanisch und im Alltag werden die Begriffe aber sehr unterschiedlich verwendet. Eine genetische Analyse von über 100 Cannabisproben fand, dass die Etiketten „Sativa“ und „Indica“ nicht die genomweite genetische Verwandtschaft widerspiegeln, sondern am ehesten mit einigen wenigen Aromastoffen (Terpenen) zusammenhängen (Watts et al., Nature Plants 2021).

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Warum ich auf Wuchsform & Terpene statt auf „Sativa/Indica“-Etiketten schaue

Im Zelt merkt man schnell, wie recht die Wissenschaft hat: Das Etikett „Indica“ oder „Sativa“ sagt dir vor allem, ob eine Pflanze eher breitblättrig-kompakt (BLD) oder schmalblättrig-hochwachsend (NLD) wächst und wie stark sie sich in den ersten Blütewochen streckt. Wie eine Sorte duftet und wirkt, entscheidet dagegen ihr konkretes Terpen- und Cannabinoidprofil (Chemovar) sowie der Reifegrad der Trichome bei der Ernte.